Badminton-Radtour: Von Varel nach Wilhelmshaven bei Kaiserwetter!

Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns am Tag unserer Badminton-Radtour. Die Sonne strahlte schon morgens vom Himmel, als alle 16 angemeldeten Teilnehmer mit ihren geputzten und gepackten Fahrrädern zu den Bahnhöfen fuhren.

Ingrid, André und Tania (mit den Dackeln Avi und Nappi) stiegen in Sandkrug ein, Heiner und Heidrun in Bad Zwischenahn, Nadina mit ihren Eltern Monika und Peter in Hude und alle anderen stiegen in Oldenburg zu.

André hatte alle Fahrradtickets morgens gekauft und an die Teilnehmer geschickt. 13 Teilnehmer waren Mitglied in der Badminton-Abteilung, 3 Teilnehmer waren Gäste.

Im Zug war es voll, viele Fahrräder standen im Zug. Ein Glück, dass André uns bei der Nordwestbahn angekündigt hatte und die Reservierung bestätigt bekommen hatte. Deswegen mussten keiner von uns auf den nächsten Zug warten.

Um 11 Uhr kamen wir in Varel an. Nach einer kurzen Begrüßung durch Badmintonleiter Heiner und Radtour-König Alexander am Bahnhof ging es flott nach Dangast. Am Schwimmbad in Dangast machten wir eine kurze Toilettenpause, danach ging es weiter zum Platz, wo wir unser Picknick aufgeschlagen hatten. Alle Teilnehmer hatten etwas mitgebracht, wie z.B. Mozzarella mit Tomaten, Baguette, Gurken, Paprika, geräucherte Salami, gekochte Eier, Weintrauben, Käse, Bier etc. Es hatte uns allen sehr gut geschmeckt und genossen den Sonnenschein beim Essen.

Nach gut einer Stunde ging es weiter nach Sande. Gegen Nachmittag trafen wir bei der Bäckerei ein zum Kaffee & Kuchen, welches vom Gehörlosen-Sportverein über die Fördermittel des Landessportbund im Rahmen der Aktion „Radfahren vereint“ gefördert wurde. Danach ging es weiter zum Marienstübchen und dem Marienturm, Graftanlage und Küsteum zum Verweilen. Hier konnten die Radtour-Teilnehmer eine Streuobst-Wiese und einen wunderschön angelegten Garten sowie ein Landwirtschafts-Museum bewundern. Es gab noch eine Runde Bier zum Abkühlen, sowie Kerstins superleckeren selbstgemachten Erdbeerlikör!

Die letzte Etappe ging direkt nach Wilhelmshaven zum Restaurant „Le Patron am Meer“. Erschöpft angekommen und sehnlichst wartend auf das kühle Bier genossen wir gemütliche Geselligkeit bei gutem Essen. Vor dem Essen hatte Heiner verkündet, dass der Radtour-König Alexander die Radtour sehr gut organisiert hatte, und dass André sich um die Tickets gekümmert hatte. Alle fanden die Radtour angenehm und toll. Nun wurde ein neuer Radtour-König ausgelost. Ingrid wurde neue Radtour-Königin. Sie wird mit Hilfe von anderen die Radtour 2025 der Abteilung Badminton organisieren.

Nach dem Essen fuhren wir weiter zum Bahnhof. Als der Zug losfuhr, kam die böse Überraschung. Der Schaffner hatte 4 Fahrräder bei der nächsten Station (Sande) aus dem Zug verwiesen, da die Räder nicht auf vorgesehenen Stellplätzen waren. Wir waren erbost und mussten zusehen, wie das Ehepaar Heiner und Heidrun, sowie Kerstin mit Jörg in Sande aussteigen mussten. Anstatt auf den nächsten Zug (in Sande standen einige Radfahrer, die nicht ins Zug steigen durften) zu warten, hatten sie sich entschlossen, die Radtour fortzusetzen. Heiner und Heidrun mussten knapp 50 km nach Hause radeln und das bei eingesetzter Dunkelheit und Regen. Kerstin und Jörg fuhren nach Rastede.

Das war natürlich nicht schön, wir hatten sogar mit dem Schaffner gesprochen und gebeten, uns ein Auge zuzudrücken.

Tania fand das Ganze diskriminierend gegenüber Menschen mit Behinderung wie uns. Tania hat am nächsten Tag mit André gemeinsam eine Beschwerde bei der Nordwestbahn eingereicht. Der Schaffner hatte uns sogar gedroht, die Fahrräder selbst aus dem Zug zu entfernen und die Polizei zu rufen. André musste sogar die Streitigkeiten zwischen Heiner und dem Schaffner im Zug schlichten und Heiner beruhigen. André kennt sich gut mit den Situationen aus, wo sich die Gehörlosen diskriminiert fühlen und wir hoffen, dass die Nordwestbahn auf unsere schriftliche Beschwerde reagiert.

Insgesamt war der Radtour sehr zufriedenstellend aufgenommen und alle hatten ihren Spaß bei schönstem Wetter. Es wurde insgesamt 40km zurückgelegt.

Es war eine gelungene Radtour, welches zum ersten Mal mit 16 Personen durchgeführt wurde. In den letzten Jahren kamen max. 10 Personen. Das war ein neuer Rekord.

Wir freuen uns auf die Radtour 2025!

Danke an alle Teilnehmer für die zugesandten Bilder!