Jugend: GSV Oldenburg Jugend startet mit dem Projekt „Hands Up – Junge Gebärden bewegen den Sport“

Sieben Jugendliche diskutieren über Sport, Bildung, Freizeit und die Zukunft der Jugendarbeit im GSV Oldenburg

Am Freitag, den 14. August 2026, fand im Haus der Jugend der erste Jugend-Workshop zur Einführung in das Projekt „Hands Up – Junge Gebärden bewegen den Sport“ des Gehörlosen-Sportvereins Oldenburg statt. Insgesamt nahmen sieben Jugendliche im Alter von 11 bis 21 Jahren teil. Begleitet wurde der Workshop von Projektleiter und Ideengeber Andre D. sowie Betreuer und Bezugsperson Oliver K.

Ursprünglich war die Einführungsphase für Samstag, den 29. August 2026, gemeinsam mit einem Sportangebot geplant. Aufgrund einer Terminkollision musste der Termin jedoch kurzfristig vorgezogen werden. An diesem Wochenende steht die Deutsche Gehörlosen-Badminton-Meisterschaft in Dortmund auf dem Programm, bei der mehrere Jugendliche des GSV Oldenburg gesetzt sind.

„Solche Sportwettbewerbe haben Vorrang. Es geht hier natürlich um das Sportliche, das wir fördern müssen“, erklärte Andre D. zur Terminverschiebung.

Statt den Workshop komplett ausfallen zu lassen, wurde spontan eine verkürzte Variante ohne Sportangebot organisiert. „Abgespeckt ohne Sportangebot ist auch eine Alternative. Wichtig war für mich, dass die Jugendlichen erfahren, worum es hier geht – sprich die Einführung in das Projekt“, so der Projektleiter.

Jugendliche sollen die Jugendarbeit aktiv mitgestalten

Nach einer etwas verspäteten Begrüßung stellte Andre D. das Projekt ausführlich vor. Als Ideengeber möchte er das Projekt selbst leiten und gemeinsam mit den Jugendlichen weiterentwickeln. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Jugendliche stärker in das Vereinsleben eingebunden werden und ihre eigenen Ideen einbringen können.

„Die Jugendlichen sind das A und O. Sie gehören einfach in unser Vereinsleben. Sie sollen sich für die Jugendarbeit einsetzen und sich engagieren“, betonte Andre D.

Dabei wurden den Jugendlichen sowohl die möglichen Vorteile ihres Engagements als auch die Erwartungen des Vereins vorgestellt. Die Jugendlichen sollen die Möglichkeit bekommen, die Jugendarbeit im Haus der Jugend selbstständig oder gemeinsam im Team mitzugestalten.

Ein konkreter Anreiz: Jugendliche, die sich dauerhaft in der Jugendarbeit engagieren möchten, sollen eine Schlüsselkarte für das Haus der Jugend erhalten. Gleichzeitig stellte der Projektleiter klar, dass der Vorstand die Jugendlichen bei ihren Ideen und Aktivitäten unterstützen wird.

Wünsche und Ideen der Jugendlichen

Nach der Einführung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgabe, ihre eigenen Wünsche und Erwartungen an den GSV Oldenburg aufzuschreiben. Dabei ging es vor allem um die Bereiche Sport, Bildung und Freizeit.

Anschließend wurden die gesammelten Vorschläge gemeinsam besprochen. Dabei entstand eine Vielzahl interessanter Ideen, die in den kommenden Monaten weiterentwickelt werden sollen.

Andre D. brachte dabei auch eine eigene Idee in die Runde: „Ich hatte die Idee schon länger im Hinterkopf und brachte sie jetzt in die Runde. Ich habe vorgeschlagen, ein bis zwei Nächte gemeinsam im Haus der Jugend zu verbringen und dabei einen großen Teil der Vorschläge und Ideen miteinander zu verbinden.“

Die Jugendlichen fanden den Vorschlag überwiegend interessant. Ob und in welcher Form eine solche gemeinsame Übernachtungsaktion stattfinden wird, soll nun im Team weiter besprochen werden.

Neue Aufgabe: Wie soll die Jugendgruppe heißen?

Zum Abschluss des Workshops gab es noch eine Aufgabe mit auf den Weg: Die Jugendlichen sollen sich überlegen, welchen Namen die neue Jugendgruppe des GSV Oldenburg tragen soll.

Beim anschließenden gemeinsamen Pizzaessen wurde der Workshop in entspannter Atmosphäre beendet. Die Jugendlichen gingen anschließend zufrieden und gut gelaunt nach Hause.

Auch in der WhatsApp-Gruppe bedankte sich Andre D. noch einmal herzlich bei allen Jugendlichen für ihre Teilnahme und Mitarbeit. Ein besonderer Dank ging an Oliver K., der den Workshop als Betreuer und Bezugsperson unterstützte.

Nächster Workshop am 19. September

Der nächste Termin im Rahmen des Projekts findet am 19. September 2026 statt. Ein vom Landessportbund Niedersachsen beauftragter Referent wird nach Oldenburg kommen und zwei Workshops mit jeweils etwa vier Stunden durchführen.

Im ersten Workshop geht es um das Thema Partizipation und Zukunftsentwicklung. Das zweite Thema soll im Laufe der Veranstaltung gemeinsam entwickelt bzw. festgelegt werden.

Langfristiges Ziel des Projekts ist die Erarbeitung und Umsetzung der Voraussetzungen für das Zertifikat „Jugendfreundlicher Sportverein“.

Die Kosten für die Workshops sowie für die notwendigen Dolmetscherinnen und Dolmetscher übernimmt der Landessportbund Niedersachsen.

Alle Jugendlichen sind willkommen

Der GSV Oldenburg möchte mit „Hands Up – Junge Gebärden bewegen den Sport“ die Jugendarbeit weiterentwickeln und Jugendlichen mehr Möglichkeiten geben, ihre eigenen Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

Alle Jugendlichen aus dem GSV Oldenburg – auch Nicht-Mitglieder – sind herzlich eingeladen, die Jugendarbeit kennenzulernen, eigene Ideen einzubringen und gemeinsam die Zukunft der Jugendgruppe mitzugestalten.

Projektleitung

Die Projektleitung des Projekts „Hands Up – Junge Gebärden bewegen den Sport“ übernehmen Andre D., 1. Vorsitzender des GSV Oldenburg, und Nadina S., 2. Vorsitzende des Vereins.

Nadina S. konnte beim Auftakt am 14. August aus privaten Gründen leider nicht dabei sein. Sie wird das Projekt jedoch gemeinsam mit Andre D. weiter begleiten und mitgestalten.

Andre D. freut sich besonders darauf, gemeinsam mit den Jugendlichen und dem Projektteam neue Ideen für die Jugendarbeit zu entwickeln und umzusetzen.

Das Projekt, welches über ein Jahr läuft, wird von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung und vom Landessportbund Niedersachsen gefördert.